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Freitag, 9. Oktober 2015

Das echte Leben




(versprochen, ich mach mal ordentliche Fotos. <3 )

Titel: Das echte Leben

Autor/Zeichner: Cory Doctorw, Jen Wang
Verlag: Panini Comics
Erscheinungsjahr: Mai 2015

Kaufgrund: Es ging um Gaming, ohne dass der Gamer zum sozialinkompetenten Fall für den Suchtberater wird. Und die Hauptfigur ist symphatisch realistisch proportioniert. So wie ich halt. :D

Empfehlung: Die Zielgruppe sind Mädchen in der Selbstfindungsphase. Aber auch ich, die nicht mehr ganz... na egal! Auch ich hatte meine Freude am Lesen, obwohl mir persönlich die Story noch etwas mehr Biss hätte vertragen können.
Wer leichte, aber trotzdem ungewöhnliche Storys mag, ist mit diesem liebevoll gestalteten Werk gut beraten. Was ich etwas schade finde: man ist trotz der knapp 190 Seiten in einer dreiviertel Stunde durch. Das sollte man bei einem Kaufpreis von rund 17€ nicht vernachlässigen.

Vorstellung Titel:

Klappentext :
Anda liebt Coarsegold Online, ein Online-Rollenspiel, in dessen virtueller Welt sie den größten Teil ihrer Freizeit verbringt. Dort kann sie eine Anführerin sein, eine Kämpferin, eine Heldin. Sie trifft dort Gleichgesinnte aus der ganzen Welt und findet neue Freunde. Es wird jedoch alles ziemlich kompliziert, als Anda sich mit einem Goldfarmer anfreundet – einem armen chinesischem Jungen, der mit seinem Avatar im Spiel unerlaubterweise wertvolle Gegenstände sammelt, um diese an reiche Spieler aus wirtschaftstarken Staaten verkauft, die sich so etwas leisten können. In Coarsegold sind solche Transaktionen strengstens verboten, aber Anda begreift sehr schnell, dass man nicht so leicht zwischen gut und böse unterscheiden kann, wenn es um den Lebensunterhalt einer realen Person geht. Das echte Leben stammt aus der Feder der gefeierten Jugendbuchautoren Cory Doctorow (Little Brother, For the Win, Boing Boing) und Jen Wang (Koko be good). Es ist eine sensible Geschichte über die Zeit des Erwachsenwerdens, Gaming, Armut und das Aufeinanderprallen verschiedener Kulturen.

Anda ist ein ganz normales, unscheinbares Mädchen, mit unscheinbaren nerdischen Freunden. Eines Tages kommt eine ausgesprochen lässige Dame in die Schule und wirbt für eine Mädchen-Gilde in einem Online-Rollenspiel. Angelockt von dem Angebot, die Gilde für eine kurze Zeit testen zu können, spielt Anda das erste Mal online und lässt sich von einer erfahrenen Gamerin bequatschen, für bares "Goldfarmer" zu killen. Ja, also es steht ja alles im Klappentext.
Die Figur der Anda und ihre Darstellung gefielen mir auf Anhieb. Eine moppelige junge Frau mit den Resten von kindlichen Flausen und einem Sailor Moon-Poster an der Wand. Ihre Welt wird mit warmen, erdigen Farben gezeichnet, in der sie beinahe mit der Umgebung zu verschwimmen droht. Wo hingegen ihre digitale Existenz vor Farben und Formen nur so strotzt. Die Welt, in der sie spielt, wird von Grün-Blautönen dominiert, wo die roten Haare ihres Avatares einen unübersehbaren Kontrast bilden. Digital ist sie mutig und risikofreudig, analog artig und vorsichtig. Es wird sehr schön diese leichte Schitzohprenie zwischen Analog-Ich und Gamer-Ich gezeigt, die man auch von sich selbst kennt, wenn man daddelt. Und wie eingangs erwähnt, wird der Gamer nicht verurteilt, weil er seine digitalen Welten mag. Das empfinde ich persönlich sehr wichig, denn ich zocke auch sehr gern. Und wenn ich damit für eine halbe Stunde dem Muttidasein entfliehen kann.


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